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Moderne Schreiner - Mittelalterliche Technik

Ein gleichmäßiges Klopfen dringt aus der Holzwerkstatt auf dem Anwesen des historischen Schloss Gunnebo und dessen Gärten in der Nähe von Göteborg, Schweden, während die Sonne durch die jahrhundertealten Fenster auf die mit Sägemehl und verstreuten Werkzeugen bedeckten Werkbänke fällt. Es ist das Geräusch einer Zapfenverbindung, die auf altmodische Art und Weise hergestellt wird. Wenn die Schreiner von Schloss Gunnebo ihre Arbeit verrichten, dann tun sie das meist mit einfachen Handwerkzeugen, Architekturzeichnungen aus dem Jahr 1700 und Techniken, die bis ins Mittelalter zurückreichen.

"Unsere Aufgabe ist es, zu versuchen, die Absichten der Architekten des 18. und 19. Jahrhunderts zu verstehen, die diesen Ort entworfen haben, und wie er aussehen sollte. Oft müssen wir mehr oder weniger fundierte Vermutungen anstellen", sagt Andreas Bergerson, Tischler bei Gunnebo.

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Renovierung im Gange​​​​​​​

Andreas ist Teil eines vierköpfigen Teams - zwei Zimmerleute, ein Holzfäller und ein spezialisierter Konservierungsarchitekt -, die gemeinsam daran arbeiten, Schloss Gunnebo, das heute ein Kulturreservat und Museum ist, in seinem alten Glanz wiederherzustellen. Die letzte große Restaurierung des Anwesens begann 1949, nachdem die Stadt Mölndal es von den letzten privaten Eigentümern erworben hatte. Jetzt ist ein weiteres ehrgeiziges Renovierungsprojekt im Gange, das mit drei Räumen im Hauptgebäude beginnt. In den kommenden Jahren werden die in die Jahre gekommenen Fenster repariert, das Kupferdach erneuert und die abblätternden Wände ausgebessert und mit einem neuen Anstrich versehen. Alles geschieht in Absprache mit dem Gunnebo-eigenen Facharchitekten für Denkmalpflege, Stefan Günther. Dabei achtet das Team darauf, so originalgetreu wie möglich zu arbeiten und die Materialien zu erhalten.

"Unsere Arbeit ist teils kunsthistorisch, teils handwerklich auf hohem Niveau. Sie findet auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau statt", sagt Andreas.

Neben der Auffrischung der in die Jahre gekommenen Innen- und Außenfassade des bestehenden Altbaus arbeiten Andreas und der Rest des Teams an der exakten Nachbildung der Orangerie, die als erstes Gebäude Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Anwesen errichtet wurde.  Sie war wie das Hauptgebäude ein Werk des Architekten Carl Wilhelm Carlberg und hatte ein spektakuläres Design. Leider dauerte es nicht lange, bis die Orangerie baufällig wurde und schließlich abbrannte.

Andreas ist Teil eines vierköpfigen Teams - zwei Zimmerleute, ein Holzfäller und ein spezialisierter Konservierungsarchitekt -, die gemeinsam daran arbeiten, Gunnebo, das heute ein Kulturreservat und Museum ist, in seinem alten Glanz wiederherzustellen. Die letzte große Restaurierung des Anwesens begann 1949, nachdem die Stadt Mölndal es von den letzten privaten Eigentümern erworben hatte. Jetzt ist ein weiteres ehrgeiziges Renovierungsprojekt im Gange, das mit drei Räumen im Hauptgebäude beginnt. In den kommenden Jahren werden die in die Jahre gekommenen Fenster repariert, das Kupferdach erneuert und die abblätternden Wände ausgebessert und mit einem neuen Anstrich versehen. Alles geschieht in Absprache mit dem Gunnebo-eigenen Facharchitekten für Denkmalpflege, Stefan Günther. Dabei achtet das Team darauf, so originalgetreu wie möglich zu arbeiten und die Materialien zu erhalten.

"Unsere Arbeit ist teils kunsthistorisch, teils handwerklich auf hohem Niveau. Sie findet auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau statt", sagt Andreas.

Neben der Auffrischung der in die Jahre gekommenen Innen- und Außenfassade des bestehenden Altbaus arbeiten Andreas und der Rest des Teams an der exakten Nachbildung der Orangerie, die als erstes Gebäude Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Grundstück errichtet wurde.  

Sie war wie das Hauptgebäude ein Werk des Architekten Carl Wilhelm Carlberg und hatte ein spektakuläres Design. Leider dauerte es nicht lange, bis die Orangerie baufällig wurde und schließlich abbrannte.

Handwerker und Detektive

Um die Orangerie wiederherzustellen, stützen sich die heutigen Handwerker von Gunnebo auf Günthers Interpretationen von Carlbergs Originalzeichnungen, Aquarelle des Anwesens aus jener Zeit, historische Recherchen und Informationen aus archäologischen Ausgrabungen, um die Orangerie von Grund auf neu zu erschaffen. Ein langwieriger Prozess, der sowohl handwerkliches Geschick als auch eine gehörige Portion Detektivarbeit erfordert. Von Zeit zu Zeit wird das kleine hauseigene Team von Handwerksstudenten der Universität Göteborg unterstützt, die in Scharen nach Gunnebo kommen, um traditionelle Techniken zu erlernen, die lange Zeit als tot galten.
Der Bau der Orangerie dauert nun schon acht Jahre, aber die Handwerker haben es nicht eilig.

"Wir könnten einfach ein neues Gebäude hinstellen, aber wir machen es auf die kompliziertere Art, weil wir wollen, dass so viele Studenten wie möglich die alten Techniken lernen und das Handwerk aus unserer Sicht sehen", erklärt Andreas, während er eines der handgefertigten Fenster aus Deutschland inspiziert, die er in der Orangerie eingebaut hat.

"Dieses Handwerk ist Teil unseres immateriellen Kulturerbes. Diese Fähigkeiten können nicht durch Bücher gelehrt werden, sie müssen durch die Hände der Handwerker weitergegeben werden, von Generation zu Generation."

Nachhaltiges Handwerk, nachhaltige Kleidung

Die sorgfältige Rekonstruktion der Orangerie wird dafür sorgen, dass das Gebäude nach seiner Fertigstellung noch lange Zeit Bestand haben wird. Die Verwendung von Qualitätsmaterialien und strengen Prozessen mag im Vorfeld teurer sein, macht das Projekt aber langfristig nachhaltiger, was sich gut mit der ehrgeizigen Umweltpolitik von Gunnebo deckt. Gunnebo verstärkt sein Engagement für Nachhaltigkeit auch dadurch, dass es den Handwerkern und ihren Schülern Arbeitskleidung aus den grünen Kollektionen von Fristads zur Verfügung stellt. Die Kleidungsstücke der Green-Kollektionen verfügen über eine Umweltproduktdeklaration, was bedeutet, dass die Umweltauswirkungen aller Produktionsschritte gründlich analysiert und minimiert wurden.

"Wir haben den Ehrgeiz, auf allen Ebenen unseres Betriebs nachhaltig zu werden, aber Arbeitskleidung zu finden, die den Zielen unserer Umweltpolitik gerecht wird, war immer eine Herausforderung", sagt Andreas. "Als ich von Fristads Green erfuhr, passten alle Teile an ihren Platz. Die Entscheidung für diese Kollektion war ein natürlicher nächster Schritt für uns."

Nah an der Ziellinie

Die feierliche Eröffnung der Orangerie ist für 2022 geplant und wird ein wichtiger Meilenstein sein, um Gunnebo zu seiner stattlichen historischen Vergangenheit zurückzuführen. Für Andreas, der 2013 von Gunnebo angestellt wurde, um die Fertigstellung der Orangerie zu ermöglichen, wird die Eröffnung etwas ganz Besonderes sein.

"Die Orangerie zu rekonstruieren ist ein lang gehegter Traum", sagt Andreas, bevor er sein Werkzeug einräumt und einen weiteren Arbeitstag beendet.

Steckbrief

Name: Andreas Bergerson
Alter: 50
Wohnort: Älvängen, Schweden
Beruf:  Schreiner
​​​​​​​Arbeitsplatz:  Gunnebo Haus und Gärten, Mölndal, Schweden
Lieblingswerkzeug:  "Mein kleiner Blockhobel; ich benutze ihn ständig."

Steckbrief

Name: Andreas Bergerson
Alter: 50
Wohnort: Älvängen, Schweden
Beruf:  Schreiner
​​​​​​​Arbeitsplatz:  Gunnebo Haus und Gärten, Mölndal, Schweden
Lieblingswerkzeug:  "Mein kleiner Blockhobel; ich benutze ihn ständig."

Steckbrief

Name: Andreas Bergerson
Alter: 50
Wohnort: Älvängen, Schweden
Beruf:  Schreiner
​​​​​​​Arbeitsplatz:  Gunnebo Haus und Gärten, Mölndal, Schweden
Lieblingswerkzeug:  "Mein kleiner Blockhobel; ich benutze ihn ständig."