Neue maẞstäbe für sichere arbeitskleidung

Chemikalien sind in der Textilindustrie weit verbreitet – sie werden zur Verarbeitung von Rohstoffen, zur Verbesserung funktioneller Eigenschaften oder zur Erfüllung von Zertifizierungsanforderungen eingesetzt. Ohne strenge Kontrolle können sie jedoch sowohl Menschen als auch die Umwelt schädigen. Deshalb verfügt Fristads über umfassendes Fachwissen im Chemikalienmanagement und hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um potenziell schädliche Substanzen in unseren Produkten zu reduzieren. Durch kontinuierliche Beobachtung neuer Forschungsergebnisse und Vorschriften sowie enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten stellen wir sicher, dass unsere Kleidungsstücke nicht nur langlebig, sondern auch sicher zu tragen und verantwortungsvoll hergestellt sind. Selbstverständlich entsprechen die Chemikaliengehalte in unseren Kleidungsstücken stets den EU-Vorschriften, wobei unsere eigenen Anforderungen häufig strenger sind als die gesetzlichen Vorgaben.

EU-REACH-GESETZGEBUNG

Bei Fristads halten wir die REACH-Gesetzgebung vollständig ein und arbeiten proaktiv daran, sicherzustellen, dass die in unseren Produkten enthaltenen Stoffe sowohl für Menschen als auch für die Umwelt unbedenklich sind. REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals und ist eine EU-Verordnung zur Regulierung toxischer Substanzen. Ziel der Gesetzgebung ist es, die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen, indem Unternehmen verpflichtet werden, Risiken im Zusammenhang mit Chemikalien in ihrer Produktion zu identifizieren und zu steuern, gleichzeitig aber sicherere Alternativen zu fördern. REACH gilt für die meisten Alltagsprodukte, einschließlich Textilien, und hat somit direkte Auswirkungen auf die Arbeitsbekleidungsbranche.

LISTE DER BESCHRÄNKT VERWENDBAREN STOFFE (RSL)

Um sicherzustellen, dass wir die aktuelle EU-Chemikaliengesetzgebung einhalten, müssen alle Lieferanten und Fabriken, die an der Herstellung unserer Produkte beteiligt sind, die Restricted Substance List (RSL) unserer Eigentümer, der Hultafors-Gruppe, unterzeichnen. Die RSL wird in Zusammenarbeit mit der Swedish Chemicals Group am RISE, dem staatlichen schwedischen Forschungsinstitut, erstellt und zweimal jährlich aktualisiert. Sie spiegelt die neuesten harmonisierten EU-Rechtsvorschriften wider, darunter REACH, die POP-Verordnung und die Biozid-Verordnung.
Die RSL gilt für jedes Produkt, das in unserem Namen hergestellt wird, und alle Fristads-Lieferanten sind verpflichtet, die RSL zweimal jährlich über die Worldfavor-Plattform zu unterzeichnen. Darüber hinaus stellen wir die Einhaltung der SVHC-Kandidatenliste (Substances of Very High Concern) sicher und fordern unsere Lieferanten auf, proaktiv zu handeln und keine Chemikalien aus dieser Liste zu verwenden. Die Einstufung chemischer Substanzen als SVHC ist in der Regel der erste Schritt, um sie unter REACH einzuschränken oder zu verbieten.

CHEMIKALIEN-COMPLIANCE-PROGRAMM

Gemeinsam mit unserem Partner SGS führen wir ein Chemikalien-Compliance-Programm durch, das unsere Lieferanten über bewährte Praktiken im Chemikalienmanagement informiert. Außerdem testen wir kontinuierlich die Materialien und Produkte in den Partnerfabriken. Das 2016 gestartete Programm ist unsere Art, Verantwortung zu übernehmen: Wir schaffen Bewusstsein bei unseren Lieferanten, unterstützen sie in der Schulung zu Chemikalienmanagement und erhöhen die Transparenz in ihrer eigenen Lieferkette.

​​​​​​​Die Prüfung der Rohmaterialien und Fertigprodukte unseres Kernsortiments erfolgt fortlaufend. Durch das aktive Management von Chemikalien – sowohl über unser Sozial- und Umwelt-Compliance-Programm als auch über unsere RSL – können wir langlebige Arbeitskleidung anbieten, die die Mitarbeitenden schützt und gleichzeitig der wachsenden Nachfrage unserer Kunden nach verantwortungsvoll produzierter Arbeitskleidung entspricht.